Information » Methoden

Methoden des Management Audit

Entscheidender Erfolgsfaktor bei der Durchführung von Management Audits sind die verwendeten Methoden. Berater bieten unterschiedliche Herangehensweisen an, allerdings ist das verfügbare Methodenrepertoire größer als das im Einzelfall eingesetzte. Eine Auswahl tut immer Not. Für die richtige Auswahl bedarf es des Überblicks, den die Beiträge in dieser Rubrik vermitteln sollen.

Methoden- und Perspektivenvielfalt sichern die Qualität

Methoden- und Perspektivenvielfalt sichern die Qualität

Eine Methodik, die im Management Audit ausreichende Breite und Tiefe der Erkenntnis ermöglichen soll, sollte wichtige Perspektiven beinhalten: Die Systemperspektive, um über die einzelne Person hinaus zu blicken, die langfristige Perspektive, um die Leistungsgeschichte der Teilnehmer angemessen einzubinden und die Verbindung von externer und interner Perspektive im Sinne der Einbindung von Entscheidern und Experten aus dem Unternehmen, um den Blick von außen mit den unternehmensspezifischen Belangen zu verbinden. Die Objektivität der Bewertung und die Gültigkeit der Schlüsse, die aus ihr gezogen werden, können durch Perspektivenvielfalt und Methodenvielfalt nur gewinnen. weiterlesen...

Interviews: Zentrale Methode im Management Audit

Interviews: Zentrale Methode im Management Audit

Das Interview als die dominierende Methode im Management Audit kann in der konkreten Umsetzung außerordentlich große Qualitätsunterschiede aufweisen. Dabei ist es keine Garantie, dass ein längeres Interview auch ein besseres Interview ist. Die Qualität hängt vor allem am Anforderungsbezug, an der Strukturiertheit, der Vorbereitung und der Fragetechnik. Bei einer Interviewserie, wie sie für Management Audits typisch ist, kommt die Standardisierung zwischen Interviews dazu. Inhaltlich eigenen sich Interviews vor allem zum Erfragen von Kognitionen, also all dessen, was jemand über sich und seine Umwelt bzw. seinem Umgang damit denkt und wie er sie wahrnimmt oder plant. Das Können, also die Umsetzung in konkretes Verhalten ist in anderen Methoden deutlich besser zu bewerten. weiterlesen...

Leistungseinschätzung durch Vorgesetzte

Leistungseinschätzung durch Vorgesetzte

Leistungseinschätzung als diachrone Beurteilungen (über einen Zeitraum hinweg) und Management Audits als synchrone Beurteilungen (auf einen bestimmten Zeitpunkt fokussiert) ergänzen sich gegenseitig. Dabei hat die diachrone Beurteilung zum einen die Funktion eines Überblicks über die aktuelle Leistung insgesamt, kann aber, bei entsprechender Abstimmung der Kriterien und bei klarer Definition derjenigen Anforderungen, die auch in zukünftigen Rollen relevant sein werden, als Teil der Potenzialeinschätzung fungieren. Dadurch kann eine Leistungseinschätzung durch Vorgesetzte zu einem sehr wesentlichen, die Validität und die Akzeptanz einer Potenzialeinschätzung steigernden Baustein einer Potenzialeinschätzung werden. Voraussetzung sind jedoch ausreichende Beurteilungsmöglichkeiten, angemessene Beurteilungsfähigkeiten und ein guter Wille zu Objektivität und Neutralität auf Seiten der einschätzenden Vorgesetzten. weiterlesen...

360° Feedback / Referenzen

360° Feedback / Referenzen

Referenzen und andere Verfahren der Einbeziehung von Personen aus dem Arbeitsumfeld einer einzuschätzenden Führungskraft in die Bewertung haben zwei wesentliche Vorteile: Sie sorgen für zusätzliche, vom externen Einschätzer unabhängige Perspektiven und sie erlauben die Einbeziehung von Daten zur langfristigen Bewährung einer Person. Bei ihrem Einsatz ist allerdings zu bedenken, dass sie in erster Linie eine Leistungseinschätzung darstellen und für die Verwendung als Potenzialeinschätzung wichtigen Beschränkung unterliegen, die sich immer dann ergeben, wenn zukünftige Anforderungen sich von bisherigen Anforderungen stark unterscheiden. Zudem ist die Datenqualität bei diesen Einschätzungen kaum zu kontrollieren und schwer zu steuern und vor allem bei der Nutzung von 360°- oder bottom-up-Feedback-Instrumenten muss man bedenken, dass diese Instrumente nach dem Einsatz im Kontext von Management Audits als Personalentwicklungsinstrumente im Unternehmen schwer vermittelbar sind. weiterlesen...

Simulationen: Fallstudien, Präsentationen, Rollenspiele

Simulationen: Fallstudien, Präsentationen, Rollenspiele

Simulationen leisten einen wertvollen Beitrag zur Potenzialeinschätzung, weil sie, insbesondere in Form konkreter Verhaltensaufgaben, die Möglichkeit eröffnen, das Verhalten von Personen unter solchen Anforderungen einzuschätzen, in denen sie bisher nicht agiert haben. Sie helfen dadurch, die Lücke zu füllen, die die Vorhersage aus Leistungsdaten zurück lässt. Sie sind also umso wertvoller, je mehr neue Anforderungen eine zukünftige Aufgabe mitbringt, zu deren Bewältigung die bisherige Leistung keine ausreichende Bewertungsgrundlage bietet. Entscheidend für Validität und Akzeptanz von Simulationen ist die strenge Anforderungsorientierung in ihrer Entwicklung und ein möglichst hoher Realitätsbezug des gewählten Szenarios. weiterlesen...